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31. Internationale Osnabrücker Schwarzbunt – Tage
Top Schauqualität, Ramos überragend & Top Genetik Auktion

am 28. Januar 06 ist es der OHG Trotz Schnee, Eis und winterlicher Temperaturen von -10 °C gelungen die Halle Gartlage mit ca. 1500 Besuchern aus über 20 Ländern zu füllen. Die erstmalige Eintagesveranstaltung mit Verbandskollektion, Nachzuchtpräsentation und Top-Genetik-Auktion überzeugte im Konzept und Durchführung.

Preisrichter Markus Mock aus Markdorf, Baden-Württemberg, hatte zu Beginn der Schau in drei Färsenklassen insgesamt 28 Tieren zu richten. Die Ausgeglichenheit der Schauqualität demonstrierte gleich die erste Klasse mit 10 jungen Färsen. Den Klassensieg errang hier die Rubens-Tochter Heavy Metal von Middelkampf/Wille, die durch ihre Eleganz, Milchtyp, Knochenqualität sowie Länge und Höhe des Euteransatzes bestach. Auf dem 2. Platz folgte die sehr kapitale, aber auch zugleich mit sehr schönen Übergängen imponierende Champion-Tochter Sally von Klöcker in Schwege.

In der Folgeklasse konnte die großrahmige, dunkle, äußerst stilvolle und mit einer wunderschönen Vorhand ausgestattete Ramos-Tochter Beta von Aumund die ebenfalls dunkle, sehr harmonische und mit einem Topeuter ausgestattete Riverland-Tochter von Reinermann auf den zweiten Platz verweisen. In der dritten Färsenklasse imponierten die durchweg älteren und damit auch eher etwas länger in der Laktation befindlichen Färsen durch enorm viel Kaliber und Rippe. Die überragende Färse in dieser Klasse, die auch viel Harmonie und Qualität ausstrahlte, war die dunkle Capri-Tochter Moonlight von Niermann. Ihr folgte die mit einer enormen schrägen und offenen Rippe ausgestattete sehr starke CEVIS-Tochter Roxi von Mohrahrend.


Cevis Tochter Roxi

Bei der Auswahl der Siegerfärse ließ Markus Mock aus den sechs 1a- und 1b-Tieren die jeweiligen Klassensieger anziehen und entschied sich schließlich aufgrund von mehr Feinheit im Skelett und dem etwas kleineren und festeren Euter für die Rubens-Tochter Heavy Metal als Siegerfärse und für die kapitale Capri-Tochter Moonlight von Niermann als Reservesiegerin. Die Ramos-Tochter Beta auf dem dritten Platz verspricht durch ihren Typ und ihre Ausstrahlung ein großes Entwicklungspotential.

Überraschungskuh gewann die mittleren Kuhklassen

Zahlenmäßig gab es die stärkste Konkurrenz bei den mittleren Kuhklassen (Zweit- und Drittkalbskühe) mit insgesamt 32 Kühen in 4 Richtklassen. Bei den jüngsten in dieser Kategorie war Preisrichter Markus Mock begeistert von einem Duo dunkler und typmäßig äußerst ähnlicher Kühe mit viel Milchtyp und Qualitätseuter. Es handelte sich um die beiden Capri-Töchter Greta von Bielefeld und Laika von Kettmann. Aufgrund ihrer Vorzüge in der Höhe und Breite des Hintereuters sowie etwas mehr Stärke in der Vorhand gewann die auch bereits im letzten Jahr in Oldenburg als Klassensiegerin erfolgreiche Greta von Bielefeld. In der nachfolgenden Klasse tauchte dann mit der Hermes (Horton x Southwind) -Tochter Wassi von Gerdemann, Döllinghausen, ein absoluter Schau-Neuling innerhalb einer Klasse mit vielen bekannten Kühen auf. Markus Mock und auch die Zuschauer waren von dieser Kuh mehr und mehr begeistert. Sie zeigte nirgends eine Schwäche und gefiel durch ihre hervorragenden Übergänge, dem guten Skelett und einem beeindruckenden hohen, breiten Hintereuter. Somit konnte sie die ebenfalls im letzten Jahr in Oldenburg vertretene Lee-Tochter Alicia von Niermann auf den 2. Platz verweisen. In der Klasse 6 traf dann die bei der letzten Kreistierschau in Wittlage erfolgreiche Trailor-Tochter Noblesse von Rottmann auf die letztjährige junge Siegerin, die Louvre-Tochter Limone von Reinermann. Aufgrund ihrer Vorzüge in der Bewegung entschied sich der Preisrichter schließlich für Noblesse von Rottmann. In der letzten Klasse der mittleren Alterskategorie gab es etwas größere Unterschiede im Typ der Kühe. Auf Platz 1 kam schließlich die wohl kompletteste und in Vorhand und Typ beeindruckendste Kuh, die Integrity-Tochter Highlight von Mohrahrend. Aufgrund ihrer Vorzüge in punkto Milchtyp, Stil und auch mehr Frische im Euter entschied sich der Preisrichter für die bereits im Vorjahr auf den Schwarzbunt-Tagen gut platzierte Dorado-Tochter Floh von Sittermann als zweitplazierte in dieser Klasse.

Bei der Siegerauswahl entschied sich Markus Mock aufgrund ihrer Ausgewogenheit, ihres Stils und der etwas festeren Oberlinie für die Hermes-Tochter Wassi von Gerdemann als verdiente Siegerin dieser Alterskategorie, gefolgt von der ebenfalls beeindruckenden und mit viel Ausstrahlung versehenen Capri-Tochter Greta von Bielefeld als Reservesiegerin.

Siegerin Fiere mit Standing Ovations verabschiedet
Lancelot mit Topqualiät

In der ersten Klasse der älteren Kuhklassen wurde von den beiden bekannten Lancelot-Töchtern Loreen und Boukje eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich die Lancelots hervorragend weiter entwickeln und speziell die Euter trotz der hohen Leistungen nach wie vor fest angesetzt sind. Die weiße Loreen überzeugte Markus Mock durch ihre Länge, ihr perfektes Becken und ihre Vorzüge in der Vordereuteraufhängung. Sie konnte die sehr stilvolle, letztjährige Reservesiegerin, die Lee-Tochter Helena von Teikemeier, auf den 2. Platz verweisen. Auf Platz 3 folgte dann mit Boukje eine weitere Lancelot-Tochter, die ebenfalls durch ein fehlerfreies, gutes Skelett und ihr Qualitätseuter überzeugte. In den beiden nachfolgenden Klassen waren fast ausnahmslos Kühe vertreten, die bereits mehrfach auf Verbands- oder Bundesschauen hervorragende Platzierungen erzielt hatten. In der Klasse 9 konnte schließlich die bekannte Rudolph-Tochter Patoche den Sieg davontragen, da sie zwar ähnlich wie die auf Platz 2 rangierende Storm-Tochter Puna von Cow Sensation bereits 13 Monate in Milch ist, aber insgesamt noch etwas mehr Frische und Qualität ausstrahlte und vor allem Vorzüge in der Festigkeit der Oberlinie aufwies. Besonders beeindruckend war allerdings der Auftritt der über siebenjährigen Kühe, die alle 5 oder mehr Abkalbungen aufzuweisen hatten bei Lebensleistungen von 50.000 bis 110.000 Liter Milch. Bei diesen 4 Ausnahmekühen ragte allerdings erneut die mit großem Abstand älteste Kuh, die 15jährige Fiere von Bielefeld durch ihren enormen Milchtyp, ihre Offenheit in der Rippe und das insgesamt festeste und beste Euter heraus. Sehr viel Qualität und insbesondere Frische strahlte auf Platz 2 allerdings auch die dunkle Magnum-Tochter Betunie von Aumund aus.

Bei der nachfolgenden Siegerauswahl ließ Markus Mock Fiere, die Magnum-Tochter Betunie und die Lancelot-Tochter Loreen anziehen und vergab die Siegerpreise auch erwartungsgemäß genau in dieser Reihenfolge. Beim Auszug aus dem Ring wurde die Ausnahmekuh Fiere mit „Standing Ovations“ verabschiedet, denn der Besitzer hatte bereits vor der Schau angekündigt, dass dies wohl ihr letzter Schauauftritt sein würde.

Dorado, Ramos und Lancelot Züchter geehrt...

Die sicher im Vorfeld nicht zu erwartenden sehr guten Platzierungen von Ramos- und Lancelot-Töchtern bei dieser Schau sowie die Tatsache, dass der Bulle Dorado insgesamt mit 10 Tieren die meisten Töchter bei der Schau stellte, erwiesen sich als eine hervorragende Plattform, die drei Züchter der dominierenden OHG-Bullen der letzten Jahren für ihren Zuchterfolg auszuzeichnen. In einer kurzen Präsentation stellte Hans-Willi Warder die Besonderheiten, aber vor allem auch die Gemeinsamkeiten dieser Bullen dar. Alle 3 Bullen stammen aus dem OHG-Zuchtgebiet und aus dem erfolgreichen Donortest-Programm. Von allen Bullen wurden sowohl bei den Schwarzbunttagen als auch bei Nationalschauen Töchtergruppen von hervorragender Qualität präsentiert. Alle 3 Mütter dieser Bullen haben durch enorm hohe Lebensleistungen von fast bzw. bei zweien sogar deutlich über 100.000 Liter ihre Nutzungsdauer nachträglich unter Beweis gestellt. Der OHG-Vorstandsvorsitzende Herbert Dieckmann überreichte den Züchtern Gr. Klussmann, Annen und Schadewald unter dem großen Beifall der anwesenden Zuschauer jeweils ein individuell angefertigtes Bild ihrer Topbullen Dorado, Ramos und Lancelot und gratulierte zu diesen außergewöhnlichen Zuchterfolgen.

Ramos mit überzeugender Nachzuchtgruppe

Nahtlos an die Verbandsschau schloss sich die Präsentation von 5 Töchtergruppen internationaler Topvererber an. Den Anfang machte WWS Germany mit 8 sehr jugendlichen sowie mit kleinen und festen Eutern ausgestatteten Boss Iron-Töchtern. Die nachfolgenden 7 Champion-Töchter von CRI zeigten durchweg mehr Rippe und Stil. Zudem konnte man ihnen ihre hohe Leistungsbereitschaft ansehen. Die OHG präsentierte eine 10köpfige Töchtergruppe ihres Rudolph-Sohnes Ramos. Diese Gruppe gefiel vor allem durch die Ausgeglichenheit und Einheitlichkeit. Alle Färsen zeigten hervorragende, glasklare Fundamente und sehr fest ansitzende Euter mit der passenden Strichstellung. Die Ramos-Töchter zeigen als junge Färsen im Körper viel Entwicklungspotential. Semex Deutschland präsentierte bei dieser Schau eine 7köpfige Töchtergruppe von Stormatic. Auch diese Gruppe zeigte viel Qualität, insbesondere in den Fundamenten, und bestach durch einige Einzelkühe. Als letzte Töchtergruppe präsentierte CRI eine Gruppe von Zweit- und Drittkalbskühen des Merrill-Sohnes Lynch. In dieser Gruppe fielen einige sehr harmonische, gute Euterkühe auf. Aus den besten Tieren der Nachzuchtgruppen entschied sich der stets souveräne Preisrichter Markus Mock für die insgesamt korrekteste und mit dem meisten Zukunftspotential ausgestattete dunkle Champion-Tochter Alabama von Derboven vor der inzwischen drittkalbigen, harmonischen Lynch-Tochter Berolina von Geuecke.

In der Folgeklasse konnte die großrahmige, dunkle, äußerst stilvolle und mit einer wunderschönen Vorhand ausgestattete Ramos-Tochter Beta von Aumund die ebenfalls dunkle, sehr harmonische und mit einem Topeuter ausgestattete Riverland-Tochter von Reinermann auf den zweiten Platz verweisen. In der dritten Färsenklasse imponierten die durchweg älteren und damit auch eher etwas länger in der Laktation befindlichen Färsen durch enorm viel Kaliber und Rippe. Die überragende Färse in dieser Klasse, die auch viel Harmonie und Qualität ausstrahlte, war die dunkle Capri-Tochter Moonlight von Niermann. Ihr folgte die mit einer enormen schrägen und offenen Rippe ausgestattete sehr starke CEVIS-Tochter Roxi von Mohrahrend.


Top-Genetik-Auktion

Nach der Mittagspause startete der Schweizer Auktionator Andreas Aebi pünktlich um 14 Uhr mit der Top-Genetik-Auktion. Mit der frisch abgekalbten Morty-Tochter Natascha aus einer Familie mit drei Generationen DT-geprüfter Bullenmütter von Kühn in Stockum, die zudem gerade in dieser Woche eine erste Kontrolle mit 43,2 kg Milch aufzuweisen hatte, stand gleich zu Beginn ein absolutes Highlight zum Verkauf an. Zu Natascha stehen nicht nur bei der OHG und anderen europäischen Besamungsstationen Vollbrüder, sondern auch zwei Vollschwestern im FT-Test bei der OHG. Beide gehören dort zu den auffälligsten Prüfkandidaten. Ein Kunde aus Spanien sicherte sich für 3.000 € diese sehr euterstarke und äußerst wertvolle Färse. Ebenfalls eine sehr gute Kuhfamilie und hohe Einsatzleistungen gepaart mit gutem eigenen Exterieur hatte die Champion-Tochter Marieke aus der Jancker-Mutter Marita DT aufzuweisen, die die Westrup-Koch GbR anbot und für 2.900 € ebenfalls nach Spanien ging.

Alle tragenden Färsen, die hinsichtlich Exterieur und Abstammung etwas Besonderes zu bieten hatten, fanden zügig und zu guten Preisen einen neuen Besitzer. Ein erstes Highlight in dieser Kategorie - die Riverland-Tochter Nastasia von Asmuss - war einem Osnabrücker Züchter 4.000 € wert. Die Best-Tochter von Reinermann aus der in den Niederlanden äußerst erfolgreichen Rita-Familie sicherte sich ein Käufer aus Baden-Württemberg für 3.800 €. Sehr begehrt war auch die rotbunte September-Tochter Piroschka von Redecker in Schwagstorf, die bei 3.500 € für einen Käufer aus Irland zugeschlagen wurde.

Bei den Jungrindern erzielten drei aufeinander folgende Tiere die Top-Preise. Für 3.800 € sicherte sich eine Züchter-Gruppe aus Niedersachsen die Freelanze-Tochter Delia von Klöcker in Schwege aus der vor allem in Ostfriesland äußerst erfolgreichen Dea-Kuhfamilie. Für 3.700 € wurde eine Titanic-Tochter aus Rimini von Reinermann für die Niederlande verladen. Die mit dem höchsten Zuchtwertpotential ausgestattete Lancelot-Tochter Emance aus der Aaron-Tochter Esmeralda, die zudem mit dem OHG-Vererber Apollo (RZG 128) einen bereits geprüften Vererber aufzuweisen hat, fand für 3.300 € in Nordirland eine neue Heimat.

In den Schatten gestellt wurden diese Preise aber durch zwei Kälber, die von aktuellen kanadischen Top-Familien abstammten. Stefan Niederwestberg aus Oberschlochtern erhielt für sein rotbuntes Glacier Red-Kalb Panama aus der leistungsstarken Jolt-Tochter Pontage von einem Kunden aus Frankreich 5.000 €. Gleich danach stand allerdings mit der Dundee-Tochter Charming aus der Lee-Tochter Glenhaven Charlize ein für Schautyp-Freunde ein noch gefragteres Produkt im Mittelpunkt des Interesses. Nach einem spannenden und zügigen Bieterduell war hier schließlich ein Kunde aus Italien mit 6.500 € erfolgreich. Mit diesem absoluten Top-Preis endete die Auktion und bildete den krönenden Abschluss. Auch insgesamt war die Auktion mit dem sehr hohen Durchschnittspreis von 2.845 € eine äußerst gelungene Veranstaltung.

Posted Feb 2nd

 
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