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Blick über die Grenzen - Der Weltmarkt für Milch und Milchprodukte

Wie wird sich der internationale Markt für Milchprodukte entwickeln? Wie verhalten sich Angebot und Nachfrage? Mit welchem Milchpreis können wir rechnen? Dieses sind nur einige der Fragen, die Milchproduzenten und Experten aktuell beschäftigen. Leider gibt es keine zufrieden stellende Antwort. Der Markt der Zukunft lässt sich aufgrund der Vielzahl von Faktoren, die ihn beeinflussen, nicht vorhersagen. Vor diesem Hintergrund erscheint jede Preisprognose unrealistisch. In der Vergangenheit getätigte Einschätzungen treffen heute nur bedingt zu, da sich die Rahmenbedingungen zu stark gewandelt haben.

Arndt Reil beschrieb im Rahmen der 2. Alta Value Services Konferenz wichtige internationale Produktionsregionen für Rohmilch. Hierbei ging er auf die verschiedenen Chancen und Risiken in Bezug auf die Milchkuhhaltung in der jeweiligen Region ein. Daneben erläuterte er das Angebot und die Nachfrage nach Milchprodukten. Hierbei verbergen sich hinter der Angebotskurve im Milchmarkt weltweit mehrere 100 Millionen Milcherzeuger. Das Angebot am Weltmarkt stellt dabei die Summe aller nationalen Angebotskurven dar. Die Nachfrage spaltet sich zuallererst in Industrie und Verbraucher auf. Hierbei ist zwischen Region sowie Bevölkerungs- und Produktgruppe zu unterscheiden. Zu beachten ist, dass die Industrie bei Preissteigerungen von Milchprodukten diese sehr schnell z. B. durch Pflanzenfette substituiert, der Verbraucher jedoch seine Ernährungsgewohnheiten lange beibehält. Das Zusammenspiel von Angebots- und Nachfragefunktion zeigt, wie fragil das System auf Erschütterungen reagiert.

Was kann nun der einzelne Milchkuhhalter tun, um auf dieses variable System richtig reagieren zu können? Gerade der fehlende Überblick der Nachfrageseite erschwert die Vorbereitung. Bisher stützten sich viele Betriebe stark auf die einzelbetriebliche Effizienz, was sicher auch zukünftig richtig ist. Der Blick über den Tellerrand aber ist die einzige Möglichkeit, um echte Anpassungsstrategien zu entwickeln. Nicht nur die regionale, auch die globale Konkurrenz sollte in die eigenen Überlegungen mit einbezogen werden.

Weltweit ist die Nachfrage nach Milchprodukten steigend. Der wachsende Milchkonsum in China sei hier als erstes Beispiel genannt. Um diesen wachsenden Bedarf zu decken, müssen Milchkuhhalter ihre eigene Position am Markt kennen, sich aber auch mit anderen Produktionsstandorten auseinandersetzen. Alta stellte auf der AVS-Konferenz Milchproduzenten aus mehreren Kontinenten vor und bietet damit Informationen aus erster Hand. Wie diese aussehen, lesen Sie in Kürze hier!

Posted Jan 22nd

 
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