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Maßnahmen zur Senkung der (Tankmilch-) Zellzahlen

 

Die Senkung der (Tankmilch-) Zellzahl führt zur Qualitätssteigerung der Milch. Diese nützt nicht nur der Molkerei und dem Konsumenten durch erhöhte Haltbarkeit und besseren Geschmack, sondern liefert auch dem Milchproduzenten Vorteile durch langfristige Rentabilität.

 
Maßnahmen zur Senkung der (Tankmilch-) Zellzahlen

Maßnahmen um die (Tankmilch-) Zellzahl zu senken:

 

  • Erregernachweis: für alle Kühe über 400.000 Zellen / ml oder für die oberen 20% der Herde eine Kultur ansetzen - je nachdem, was die geringere Anzahl Kühe ergibt. Zur Erstellung einer Liste z.B. die monatlichen MLP-Daten verwenden (wenn Sie Mitglied sind). Die Herden-spezifischen Mastitiserreger anhand der Ergebnisse bestimmen.
  • Erregernachweis bei allen Kühen mit klinischer Mastitis machen.
  • Tiere mit ansteckender Infektion aus der Herde entfernen oder zuletzt melken.
  • Tiere, die auf Antibiotika reagieren, mit Hilfe des Tierarztes behandeln.
  • Kühe mit hoher SZZ in den folgenden Monaten überwachen und o.g. Vorgang monatlich wiederholen.
  • Vormelkbecher verwenden, um Kühe mit frühen Anzeichen einer Mastitis zu identifizieren. Die Milch dieser Kühe und von anderen verdächtigen Kühe sollte nicht in den Tank gelangen.
  • Kühe schlachten, die nicht gesunden. Sie können eine Gefahr für nicht-infizierte Tiere der Herde sein und stellen eine wirtschaftliche Belastung des Betriebes dar.
  • Ordnungsgemäßes Melkstand-Management ist der Schlüssel zur Sicherstellung einer hohen
    Hyperkeratose_Melktechnik
    Bsp. Hyperkeratose
    Milchqualität. Der Melkstand muss einwandfrei funktionieren:
    • Richtiges Vakuum an der Zitzenspitze
    • Richtige Vakuumleistung im System
    • Einwandfreie Funktion der Pulsatoren
    • Ein Zeichen für eine unsachgemäße Funktion der Melktechnik sind Schäden an der Zitzenspitze, wie Risse oder auch Hyperkeratosen (Ausstülpungen der Zitzenspitze).
  • Richtige Melktechnik:
    • Verwendung eines wirksamen Zitzendesinfektionsmittels vor und nach dem Melken ist ein absolutes Muss
    • Verwendung von Handschuhen und Einwegtücher
  • Empfohlene Melkroutine:
    • Gruppen von 4 bis 6 Kühen anrüsten (je nach Größe des Melkstands, Anzahl der Mitarbeiter und Effizienz des Melkstands).
    • Immer mit Kuh Nr. 1 der Gruppe beginnen und jede Kuh in einen Vormelkbecher anmelken.
    • Dann wieder bei Kuh Nr. 1 mit dem Vordippmittel beginnen (das Dippmittel sollte 30 Sek. am Zitzenende bleiben, um genügend Zeit zu haben, die Bakterien auf der Zitzenhaut zu töten)
    • Von der ersten taktilen Stimulation (entweder Abwischen oder Vormelken) bis zum Ansetzen des Melkgeschirrs sollte der Zeitraum etwa 90 Sek. betragen, um die volle Melkbereitschaft zu ermöglichen.
    • Nach diesen 90 Sekunden Kuh Nr. 1 mit einem Einmaltuch abwischen und die Melkbecher ansetzen. Dann folgen die restlichen Kühe der Gruppe.
    • Die Abläufe müssen sehr genau überwacht werden, um sicherzustellen, dass jeder Melker im Melkstand alle Kühe richtig vorbereitet. Das Melkgeschirr sollte bei jedem Melken an saubere, trockene und richtig stimulierte Zitzen angesetzt werden.
  • California Mastitis Test (CMT oder Schalmtest) bei allen Frischabkalbern durchführen, bevor ihre Milch in den Tank geht. Die beste Chance eine Infektion zu heilen besteht während der frischmelkenden Phase, bevor die Infektion chronisch wird. Daher sollte jedes positive Viertel möglichst sofort behandelt und evtl. ein Erregernachweis durchgeführt werden.
  • Die Bereiche zur Abkalbung und für Frischabkalber sollten unbedingt sauber und trocken sein. Die Kalbung stresst das Immunsystem und erhöht so das Risiko neuer Mastitis-Infektionen. Die Gewährleistung einer sauberen und trockenen Umgebung wird dazu beitragen, dieses Risiko zu minimieren.

 

Auszug aus einem Artikel von Christina Petereson-Wolfe, Extension Dairy Scientist, Milk quality & Milking Management (540) 231-4767, Virginia Cooperative Extension. 

 
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