Mit einer konstanten Melkroutine zum Erfolg
Die Milchqualität ist abhängig von drei Schlüsselbereichen: der Melkroutine, den Kühen und ihrer Umgebung und der Melktechnik. Ein häufiger Grund warum viele Milchqualitätsprogramme scheitern, ist die Vernachlässigung, alle drei Bereiche zusammen zu betrachten.

Der wichtigste Faktor ist eine konstante Melkroutine, die jeder befolgen kann, da jede Melkzeit erfolgsentscheidend ist. Eine der größten Fehlplanungen auf den meisten Betrieben ist die fehlende Zeit alle notwendigen Schritte durchzuführen. Viele Milchviehbetriebe sind so durch Effizienz gesteuert, dass sie den Fokus auf die Milchqualität verloren haben. Schritte zu einer konsequenten Melkroutine:
- Territoriale vs. sequenzielle Melkroutine: ein Melker arbeitet mit einer Gruppe von Kühen und führt die gesamte Melkroutine bei dieser Gruppe durch. So sind Leistung und Geschwindigkeit am konstantesten.
- Saubere Handschuhe: in regelmäßigen Abständen mit warmem Wasser waschen und desinfizieren oder mit einer automatischen Anlage.
- Idealer Zeitabstand zwischen dem Beginn der Melkroutine und dem Ansetzen sind 60 Sekunden. Wenn die Zitzen beim Ansetzen des Melkzeugs voll mit Milch sind, sind die Stimulation und der Zeitabstand gut.
- Sachgemäßes Vor- und Nachdippen der Zitzen kontrolliert Umweltbakterien und auch Staph aureus, welcher dazu neigt sich, auf der Zitzenhaut anzusiedeln. 75-90% der Zitzenoberfläche sollten für mindestens 20-30 Sekunden bedeckt sein – lang genug um die Bakterien zu töten.
- Vormelken führt zu einem höheren Milchfluss (um 1,5 bis 4 Kg mehr) und geringerer SZZ.
- Trockene Tücher entfernen die meisten Bakterien von der Zitze und bringen eine zusätzliche Stimulation. Das Geheimnis eines erfolgreichen Abwischens ist sicher zu stellen, dass das Zitzenende abgetrocknet ist.
- Regelmäßige Wartung der Melkmaschine und die Reinigung des Melkstandes ist entscheidend.
- Die bewährte Melkroutine sollte jedem Mitarbeiter gegeben werden und im Melkstand aufgehängt werden, um daran zu erinnern, was erwartet wird. Ein häufiger Fehler ist das unzureichende Training neuer Mitarbeiter. Jeder „neue Melker" sollte 2-3 Tage angelernt werden, bevor er alleine melken darf.
Artikel basiert auf einer Präsentation von Dr. Andrew Johnson, DVM
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